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22. Dezember

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Möchten Sie etwas Musik hören? Heute haben wir für Sie das alte, englische Weihnachtslied "What child is this" von William Chatterton Dix ausgesucht.

      

Weihnachtsgebäck


Geniessen Sie auch gerne die vielen süssen Leckereien, die es um Weihnachten überall gibt? Alles Weihnachtsgebäck hat natürlich auch symbolische Bedeutung, teils wegen der Form, teils des Inhalts wegen:

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Lebkuchen:
"Kuchen zum Leben", Man könnte auch Heil-Kuchen sagen, denn er wurde mit heilenden Kräutern gemacht (seit 900 n.Chr. in süddeutschen Klöstern) und nach dem Gottesdienst verteilt. Er sollte "schmecken" lassen, "wie freundlich der Herr ist" (Einladung in Abendmahls-Liturgie!).

Eine andere - jüdische - Erklärung: "Leb" von hebr. "lev"= Herz , wegen der Herzform, in der sie bis heute oft gebacken werden.

Der Lebkuchen enthielt 7 Gewürze (Siebenlei-Gewürz) - dies galt (vor allem im Mittelalter) als Ausdruck der Vollkommenheit (in 7 Tagen schuf Gott die Erde + jede Woche hat 7 Tage). Es gab ihn auch mit 9 Gewürzen (Neunerlei) - 9 galt als die Zahl der Vollendung (dreifache Trinität: Himmel, Erde, Hölle + Erde, Luft, Wasser + Vater, Sohn, Geist).

Die Verzierungen mit Körnern (später Zucker-/ Schokoladenstreuseln) bedeuten: "Saat" der Weihnacht. Verzierungen mit Nüssen (Mandeln): schwierig zu knacken, dann aber süsser Inhalt, worin man ein Symbol für das Wort Gottes sah.


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Pfefferkuchen:
Er heisst so, weil er mit orientalischen (Pfefferland) Gewürzen, Datteln, Zitronat, Feigen, Rosinen etc. gebacken wurde. Er war darum auch besonders kostbar und verwies auf die "Weisen aus dem Morgenland".
Mehr darüber finden Sie auch unter
http://de.wikipedia.org/wiki/Pfefferkuchen


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Spekulatius: (lateinisch = Aufseher)
Dieses Butter-Mandel-Kleingebäck aus würzigem Mürbeteig verdankt seinen Namen dem Heiligen Nikolaus, der den Beinamen "Speculator" (eben für Bischof/Aufseher) trug. Auf dem Bildgebäck wird die Nikolaus-Geschichte dargestellt, später wurden aber auch andere Motive verwendet. Es wurde früher zu Ehren des Nikolaus am 6. Dezember gebacken und an die Kinder verteilt.

Als Heimat des Spekulatius gelten die Niederlande und das Rheinland. Er ist häufig mit einem Zuckerguss überzogen. Diese Leckerei kann sowohl ausgestochen wie auch in alten oder neuen Holzmodeln geformt werden.


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Christstollen Der Stollen ist nicht nur eine weihnachtliche Leckerei, sondern auch die Versinnbildlichung des in weisse Tücher gewickelten Christkindes. Daher stammt die Form des Gebäcks, und der Puderzucker sorgt für das entsprechende Aussehen.

Er wurde früher erst am 28. Dezember angeschnitten - am Tag der Unschuldigen Kindlein, im Gedenken an den Kindermord von Bethlehem (Matthäus 2).


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"Moppen, Pflastersteine" = Steinigung des Stephanus (26.12. Stephanstag); ebenfalls ein sehr drastischer Anklang.


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"Marzipan" = marci-panis = Markusbrot (Venedig!): Myrrhen- und Bittermandel-Konfekt, das nach der Lesung von den Gaben der Weisen (Matth. 2) verteilt wurde. Kreuzfahrer erleben es beim 2. Kreuzzug am 6.1. (Epiphanias) in Alexandria und bringen es nach Europa. Seitdem hatte Venedig das Einfuhrmonopol! - Später wurde es in Königsberg und Lübeck synthetisch ohne Myrrhe hergestellt, damit war das Monopol gebrochen!


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"Tirggel" = Zürcher Gebild-Gebäck (Weizenmehl mit Gewürzen und Honig), flache Scheiben, die als Positiv-Reliefs aus geschnitzten Modeln hochdifferenzierte Darstellungen religiöser und säkularer Themen zeigen. Vor allem zum 6.12. und zu Neujahr bzw. Berchtoldstag (2.1.) wurden sie verschenkt. - Aber das wissen Sie ja schon vom 9. Dezember her.



... und ausserdem:


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Wem das alles noch nicht reicht, der / die kann auch noch Anis (Änis)-Springerle backen. Mehr dazu gibts hier.

Wenn man sie nicht essen will, kann man sie fein bemalen und an die Wand hängen! - Die Nähe zu den Zürcher-Tirggeln ist unverkennbar.

Viele interessante Rezepte für Weihnachtsgebäcke finden Sie auch auf dieser Seite.

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Heute ist die letzte Gelegenheit Ihre Weihnachtsbriefe aufzugeben, damit sie noch zum Weihnachtsfest ihr Ziel erreichen!
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